![]() |
Hauptschule Koppstraße 110 1160 Wien Fertigstellung: 1994 Materialien: Ni-Rosta, Messing, Aluminium Metallarbeiten: Matthias Bös, Fa. Ferro-Connection, 1060 Wien Wandmalerei: Mag.art Petra Steineck Auftraggeber: Gesiba, Gemeinnützige Siedlungs- u. Bau GesmbH | |
|
Gleich einer Irritation, einem die Ordnung störenden Stachel, steckt Michael W. Pühringers "Grenzflieger" in der Fassade der neuerrichteten Hauptschule in der Koppstraße 110 in Wien-Ottakring. Pühringer selbst, von seiner Ausbildung her Architekt, Mitbegründer der legendären Gruppe "Zünd-up" und seit 1974 als bildender Künstler tätig, sieht seine neue Arbeit als "Kombination aus Kunst, Architektur und Technik". Zur einen Hälfte an der Außenfassade zum Pausenhof hin angebracht, ragt der vordere Teil des "Flugkörpers" in schräger Position in die Eingangshalle hinein und vermittelt den Eindruck, soeben gelandet bzw. kopfüber, mit den Boden berührender Rammnase zum Stillstand gekommen zu sein; Dynamik und Statik verschmelzen im "Grenzflieger" zu einer Einheit, der sowohl nach außen als auch nach innen imposante Zeichen setzt. In Nirosta und Messing gearbeitet, setzte Pühringer ganz bewußt einfach deutbare Elemente - einen Geschwindigkeit symbolisierenden Honda-Motorradmotor oder auch an den Flugzeugbau erinnernde Teilein die Installation mit ein, um mit seiner Arbeit bei den Schülern eine möglichst große Akzeptanz zu erreichen; durch diese Elemente konnte auch das haptische Moment der Skulptur zusätzlich erhöht werden. Ergänzt wird die Arbeit durch die auf ein Vielfaches vergrößerte erste Entwurfszeichnung Pühringers auf der angrenzenden Wand; damit wird der Prozeß von der ersten Skizze bis zur Ausführung in den Endpunkten für die Schüler sichtbar. Martina Kandeler-Fritsch zitiert aus: Architektur&Bau-Forum Nr. 162/1994, Seite 42f |
||