![]() Ein Haus zieht sich einen Schiefer ein Anläßlich der Aktion „KUNST IN DER BAUHÜTTE", die im Herbst 1990 in dem mit dem Architekturpreis des Landes Salzburg 1989 ausgezeichneten Bauwerk mit einer Demonstrationsarbeit der Bildhauerin Ulrike Truger begann, setzte ich diese Idee (Planung, Realisation, Ausstellung und Installierung vor Ort) mit einem Projekt fort. Ich zeigte in der Mehrzweckhalle das Entstehen meines raumbezogenen Objektes von der Entwurfsskizze bis zur fertigen Konstruktion in Zusammenarbeit mit Matthias Bös, der alle meine letzten Arbeiten verwirklichte. Das fertige Objekt wurde montiert und Anfang Dezember vorgestellt. Die Konstruktion dringt durch das Dach im Gangbereich ein, durchläuft, sich zweimal aufsplitternd, die beiden Geschosse, durchdringt einen Nebenraum und endet in der Aula. Wie ein „Holzblitz" (Zitat DI Augustin Heuberger, Innungsmeister für Baugewerbe) fährt sie in das Gebäude ein. Ich wollte mit diesem Projekt einen Kontrast zum elegant-monotonen Grau der Architektur, einen Irritationsfaktor einerseits, und vielleicht ein Identifikationsobjekt für einige Benutzer andererseits, schaffen. Für mich war diese Arbeit ein sehr interessantes Experiment der Zusammenarbeit zwischen Kreativität und handwerklicher Arbeit. Ein völlig anderes Arbeitsgefühl, als ich es zuvor gewohnt war, wenn ich eine so gut wie fertige Planung zur Ausführung gegeben habe. Lehrbauhof Salzburg, Moosstraße 197 Entstehungsjahr: 1990 Auftraggeber: Salzburger Landesinnung der Baugewerbe Ausführung: Schlossermeister Matthias Bös Material: Konstruktionsholz, Eisen Maße: H = 4,70 m, L = 7,20 m |
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