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Es gibt viele Gründe für Automuffel die "Autorevue" zu lesen, weil sie das ganze Drumherum der Fortbewegung so vielfältig erfasst. Viele Männer lesen manchmal auch die "Brigitte", weil sie gar nicht dran denken, für wen die ge-macht sein könnte. Das zeigt, dass wir gerne mit interessanten und anderen Annäherungen konfrontiert werden. Nicht mein Trafikant hat mich gebeten, diese Einleitung zu verfassen, nur bin ich seit Jahrzehnten mit dem Pühringer befreundet und will vorweg erklären, was dieses Tier von einem Künstler so einzigartig macht. In allem, was er macht, kommt alles vor und das immer wieder und ohne Chance auf Wiederholung oder Langeweile. Die Zeichnungen und Skizzen zu seinen Skulpturen sind so kräftig, dass einem das Papier leid tun könnte. Jetzt hat er etwas ins Land gestellt und das ist nicht das erste Mal. Der Pühringer - das "U" ist wichtig und muss kurz aber heftig ausgesprochen werden - ist ein Architekt der erfüllten Techno-Träume. Kurz bevor man einschläft gleiten die Gedanken ins Abstrakte ab und befreien den Kopf. W. M. Pühringer hat die seltene Gabe, diese Gedankenebene wiedergeben zu können und das in Bild und Gestalt. Auf Gut Gasteil hat er ein Stück Filialnatur errichtet. Eine Edelstahlschale trägt einen Baum und was sich dazwischen abspielt, ist - salopp ausgedrückt - ABER HALLO! Es gibt keinen noch so religiösen Kunsthasser, dem beim Pühringer nicht der Mund offen bleibt. Der nicht das Gefühl hat, dass dieser Mensch mit den aberwitzigen Gedanken und einer ins Perverse gehenden Liebe für die Kanten im Leben ihm etwas gibt, was er immer schon haben wollte.

Werner JAMBOR

Sponsor: Fa. Schoeller Bleckmann Nooter, Ternitz

zitiert aus: Kunst in der Landschaft V